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Jahrzehntelang wurden in der Kernforschungsanlage in
Jülich Reaktoren betrieben.
Der Kugelhaufenreaktor (AVR), der uns nach wie vor mit
seinen unrühmlichen Hinterlassenschaften beschäftigt, lief
bis 1988.
Nachweislich erreichte dieser
Reaktor im Betrieb immer wieder viel zu hohe Temperaturen.
Im Jahr 1978 kam es zu einem Störfall, bei dem
Jülich nur knapp einer Katastrophe entging. Durch eine
undichte Kühlleitung und eine daraus resultierende Kette
von Havarien gelangten unter anderem etwa 300 Liter mit
Strontium verstrahltes Wasser durch eine Betonfuge ins
Erdreich unter dem Reaktorbehälter!
Die hochgradig verstrahlten
Abfälle des AVR (es handelt sich um ca. 300.000
Brennelementekugeln, die unter anderem solche gefährlichen
Stoffe wie Uran, Plutonium, Cäsium und Strontium
enthalten) werden bislang in 152 Castorbehältern in einer
Halle auf dem Gelände des Jülicher Forschungszentrums
gelagert. Diesem Zwischenlager wurde 1993 im Rahmen des
Genehmigungsverfahrens nach Atomgesetz und nach damaligem
Standard die Erfüllung der erforderlichen
Sicherheitsanforderungen bescheinigt. Die Genehmigung von
1993 läuft 2013 aus und heute ist der Stand von
Wissenschaft und Technik ein anderer.
Die
Verantwortlichen des Jülicher Forschungszentrums möchten
diese gefährlichen Altlasten ins münsterländische Ahaus
transportieren. – in eine andere Leichtbauhalle, die auch
nicht mehr den aktuellsten Sicherheitsanforderungen
entspricht. Statt den Atommüll kreuz und quer durch NRW zu
transportieren, fordern wir, dass hier vor Ort die
erforderlichen Maßnahmen getroffen werden und die 152
Castoren bis zum Nachweis einer absolut sicheren Lagerung
in Jülich verbleiben!
Genug gestrahlt: Schluss jetzt !
Atommüll strahlt für
Jahrhunderte, Uran 235 z.B. für Millionen Jahre, bis es
wieder einen stabilen Zustand erreicht. Die HWZ beträgt
703,8 Millionen Jahre, das heißt bis dahin ist die Hälfte
zerfallen, die nächste Hälfte zerfällt in weiteren 703,8
Millionen Jahre, etc. Bis es also einen stabilen Zustand
erreicht, dauert es unendlich lange. Weltweit ist bisher
kein Gramm sicher gelagert, jetzt sollen mindestens 5000
Tonnen radioaktive Abfälle durch die Laufzeitverlängerung
hinzu kommen. Wilde und geheim gehaltene Transporte
hin- und her vergrößern die Gefahr von Transportunfällen,
lösen aber das Lagerproblem nicht. Eine angebliche
Entsorgung wird nur vorgetäuscht. Spätestens seit der
Katastrophe von Tschernobyl will die große Mehrheit der
Bevölkerung den schnellstmöglichen Atomausstieg. Gründe
gegen die Atomkraft gibt es genug.
Wir warten nicht, bis die
Atommeiler in 10 oder 50 Jahren vielleicht abgeschaltet
werden.
Gründungstreffen:
Aktionsbündnis STOP WESTCASTOR.de
: Sa,15.1. 11:00 in der
Stadthalle JÜLICH
Demonstration in Jülich am So, den 30.1. 14:00
Rurtalbahnhof „Forschungszentrum“
Abschlußkundgebung: 15:00 vor dem FZJ-Haupttor
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Keine neuen unsinnigen Atommülltransporte nach Ahaus
oder sonstwohin!
- Kein Ausbau der Urananreicherungsanlage Gronau !
- Kein Ausbau der Atommüll-Konditionierungsanlage in
Duisburg !
- vollständige Dekontaminierung des Reaktorgeländes in
Jülich und umfassende Aufklärung früherer Störfälle!
- Stilllegung des Nuklearbereiches der Fa. Siempelkamp
in Krefeld
- Verbindliche Durchführung einer langfristigen
Kinderkrebsstudie für alle jetzigen und ehemaligen
NRW-Atomstandorte!
- Für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen und
für eine demokratische, ökologische und soziale
Energieversorgung.
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